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Wer rastet der rostet
Kinder gesund bewegen
Körperliche Aktivität hat für jung und alt erfreuliche
Effekte: Sie kräftigt Muskulatur, Faszien, Sehnen,
Knochen und Gelenke, stärkt Herz und Kreislauf und
stimuliert obendrein noch das Gehirn, so dass
dieses rasch, präzise und nicht zuletzt ökonomischer
arbeitet.
In keinem anderen Alter wird der uns Menschen
angeborene Bewegungsdrang so deutlich wie in der
Kindheit. Kinder können nicht lange stillsitzen und
wenn sie von einem anderen Ort zum anderen
wollen, rennen sie. Ständig sind sie in Aktion – bis
zu ihrem Schuleintritt. Dort werden sie gezwungen,
plötzlich stundenlang auf einem kleinen Sessel
auszuharren und sich ruhig zu verhalten. Dabei geht
es nicht nur um die Auswirkung auf den Körper und
Haltungsschäden, sondern auch um die negative
Auswirkung auf die Konzentration.
Studien an Kindern haben gezeigt, dass deren
Aufnahmegabe, Durchhaltevermögen und
besonders die Konzentration in der Schule steigen,
wenn man ihnen regelmäßig Gelegenheit gibt, sich
zwischendurch ordentlich zu bewegen oder gar
richtig auszutoben.
Kinder, die als Folge Intensiver körperlicher
Betätigung motorisch besonders geschickt waren,
waren bei Konzentrationstests ihren trägen
Klassenkameraden bei weitem überlegen. Bei
diesen sind Fernsehen und Computer an die Stelle
von Abfangen, Versteckspielen oder Kinderturnen
getreten.
Die neuen Formen der Ganztagsschule bedeuten für
viele Turn-
Zugangs zu Vereinsangeboten für Schüler am
Nachmittag. Hier ist eine entsprechende
Kooperation in autonomen, lokalen Bereichen mit
den Schulverwaltungen vorzusehen.
Nur so können ein gesunder Geist und ein gesunder
Körper bei unseren Kindern sichergestellt werden.
In diesem Sinne
Ihr Mag. Günter Peroutka
